Diese Seite wird bereits seit mehreren Jahren nicht mehr gepflegt. Ich lasse sie aber zu Dokumentationszwecken vorerst
weiterhin im Internet. Wenn die Zeit es zulässt, gestalte ich sie vielleicht mal komplett neu, aber das kann ich derzeit
noch nicht sicher zusagen.
Der Umgang mit Abkürzungen und Akronymen
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In den diversen Richtlinien zur Barrierefreiheit wird übergreifend gefordert, dass Abkürzungen und Akronyme mit den entsprechenden
HTML-Befehlen ausgezeichnet werden. Wenn der Besucher dann mit der Maus über den so gekennzeichneten Begriff fährt und kurz darauf bleibt,
wird ihm in einem kleinen Hinweisfeld die Beschriftung des Begriffs angezeigt (zum Beispiel:
EU). Diese Punkt ist inzwischen bei den Experten umstritten, da es mehrere Faktoren
gibt, die sie an der Sinnhaftigkeit dieser Vorgaben zweifeln lassen.
Arten von Abkürzungen und Akronymen
Ein Problem ist die grundlegende Definition des Unterschiedes zwischen Abkürzungen und Akronymen. Wie der Name schon sagt, sind
Abkürzungen Wörter die nicht komplett ausgeschrieben und mit einem Punkt abgekürzt werden. Akronyme hingegen sind Kunstwörter die
meist aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter gebildet wurden.
Ganz so einfach ist das aber leider nicht, wie die folgende Liste zeigt:
- Bekannte Abkürzungen
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Um Zeit und Platz zu sparen, werden bekannte Begriffe beim Texten gerne mit einem Punkt abgekürzt. Dazu zählen Begriffe wie
z.B. für zum Beispiel, Dr. für Doktor und usw. für und so weiter.
- Fremdsprachige Abkürzungen
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Es gibt auch fremdsprachige (meist lateinische) Abkürzungen die gerne genutzt werden. Der Leser kennt hier meist die exakte
Übersetzung des fremdsprachigen Begriffs nicht, weiß aber ungefähr was damit gemeint ist. Beispiele hierfür sind das lateinische ppa
(per procura) das als Hinweis dafür dient, dass etwas mit erteilter Vollmacht geschieht oder
A.D. (Anno Domini) als Zusatz zu Jahreszahlen um darauf hinzuweisen, dass sie nach
der Geburt von Christus festgesetzt sind.
- Bekannte Akronyme
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Bekannte Akronyme sind zum Beispiel EU für Europäische Union oder PIN für persönliche Identifikations
Nummer.
- Akronyme deren einzelne Wörter nicht geläufig sind
-
Es gibt Akronyme die so fest im Sprachgebrauch verankert sind, dass die einzelnen Wörter aus denen sie gebildet werden
gar nicht mehr bekannt sind. Kaum jemand weiß, dass Radar für Radio Detection And
Ranging steht. Sie wären vermutlich irritiert, wenn Ihnen jemand Daten im
Portable Document Format senden will. PDF-Dateien kennen Sie aber natürlich.
- Fachliche Abkürzungen / Akronyme
-
Es gibt in jeder Branche Abkürzungen und Akronyme, die zwar für Branchenkenner eindeutig, für Laien aber unverständlich sind.
Jemand, der keine Ahnung von der Webseiten-Herstellung hat, wird weder wissen was HTML, noch was
die ausgeschriebene Form Hypertext Markup Language bedeutet.
Problematiken bei der Nutzung von Abkürzungen und Akronymen
- Eine Abkürzung setzt voraus, dass der Leser sie kennt und in der Lage ist, während dem Lesen automatisch im Kopf die Langform
dafür zu ersetzen. Legastheniker oder Menschen mit Konzentrationsschwächen können damit große Probleme haben und ständig im
Lesefluss gestört werden.
- Viele Abkürzungen / Akronyme können je nach Branche oder Sprache unterschiedliche Bedeutungen haben.
- Auch wenn die Begriffserklärungen auf der Webseite angezeigt werden, funktioniert diese Möglichkeit nicht in allen Situationen.
Besucher die mit der Tastatur anstatt der Maus navigieren, können den Effekt nicht auslösen. Wenn die Webseite ausgedruckt wird, werden diese
Informationen ebenfalls nicht mehr mit übergeben.
- Der meist genutzte Browser ist der Internet Explorer.
Er kann jedoch bei den HTML-Befehlen nur mit dem Befehl für Akronyme umgehen, während er den Befehl für die Auszeichnung von
Abkürzungen ignoriert. Den Nutzern dieses Browsers gehen daher viele Informationen verloren.
Die Lösung?
Manche Experten fordern, dass man Abkürzungen und Akronyme gar nicht mehr auszeichnet. Andere wollen, dass nur noch der Befehl für
Akronyme genutzt wird. Eine perfekte Lösung gibt es noch nicht, so dass diese verschiedenen Ansichten nur als Empfehlungen gesehen
werden können. Es gibt jedoch grundsätzliche Richtlinien die Sie als Redakteur einhalten können um die Problematik möglichst zu umgehen.
- Nutzen Sie möglichst keine Abkürzungen, sondern schreiben Sie die Wörter aus. Sie müssen auf der Webseite nicht wie bei einer Zeitung
innerhalb des Textes Platz sparen.
- Schreiben Sie bei Akronymen auch die Langform soweit diese ihrem durchschnittlichen Leser bekannt ist. Setzen Sie
dabei die Kurzform dahinter in Klammern (oder umgekehrt) um den Leser an beide Darstellungen zu gewöhnen. Es reicht nicht, wenn Sie die Langform
nur am Textanfang nutzen, da der Leser den ersten Absatz möglicherweise überspringt. Nutzen Sie die Langform daher des öfteren im
Text.
- Falls Sie Akronyme nutzen, die nur in gewissen Branchen bekannt sind, sollten Sie diese zusätzlich in einem Glossar erklären.
Dieses Glossar muss von der Textseite aus natürlich direkt erreichbar sein. So können Sie sicher gehen, dass zum Beispiel Ihre
Produktbeschreibung auch von einem Interessenten verstanden wird, der sich in der Branche noch nicht gut auskennt.
- Falls es möglich ist, sollten Sie zusätzlich zu diesen Maßnahmen die übrig gebliebenen Abkürzungen und Akronyme trotzdem mit
den entsprechenden Befehlen auszeichnen. Es ist ein kleiner zusätzlicher Service, den viele Ihrer Besucher schätzen werden.
Die Umsetzung in HTML:
- Akronyme:
<acronym title="Europäische Union">EU</acronym>
- Abkürzungen:
<abbr title="und so weiter">usw.</abbr>
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