Diese Seite wird bereits seit mehreren Jahren nicht mehr gepflegt. Ich lasse sie aber zu Dokumentationszwecken vorerst weiterhin im Internet. Wenn die Zeit es zulässt, gestalte ich sie vielleicht mal komplett neu, aber das kann ich derzeit noch nicht sicher zusagen.
Das Internet lebt von Verlinkungen zwischen den Webseiten. Welche Dinge sollten Sie als Redakteur jedoch beim Verlinken beachten? Wie sorgen Sie dafür, dass Ihre Links wirklich aussagekräftig sind? Der folgende Artikel zeigt einige wichtige Punkte auf.
Bemühen Sie sich um aussagekräftige Linkbeschreibungen. Nur so können die Besucher eindeutig wissen wo sie landen, wenn sie auf einen Link klicken. Das folgende Beispiel illustriert wie unterschiedlich der Aussagewert einer Linkbeschreibung sein kann:
Die erste Linkbeschreibung beinhaltet keinerlei Information über das Ziel, während der Leser beim zweiten Link davon ausgehen kann, dass er auf einer Seite landet die Informationen zur Kontaktaufnahme bietet. Erleichtern Sie Ihren Besuchern daher die Nutzung ihrer Links mit aussagekräftigen Linkbeschreibungen. Ihr Ziel sollte sein, dass die Linkbeschreibung unabhängig von vorhergehenden Texten ausreicht um dem Besucher zu zeigen, wohin verlinkt wird.
Wenn auf einer Webseite mehrere Beiträge auf einer Seite dargestellt werden sollen (zum Beispiel bei einer Seite mit Neuigkeiten), wird gerne auf die Teaser-Funktion zurückgegriffen. Das bedeutet, dass von jedem Beitrag nur der Titel sowie ein paar Zeilen angezeigt werden. Den gesamten Text bekommt man nur zu lesen, wenn man auf den zugehörigen Link klickt.
Diese Links haben meist Linkbeschreibungen wie „mehr“ oder „Ganzen Beitrag lesen“. Optisch sieht das natürlich ansprechend aus, aber was bedeutet das zum Beispiel für einen Blinden? Blinde Besucher lassen sich gerne die einzelnen Linkbeschreibungen einer Webseite vorlesen. Im genannten Beispiel würde das dann so klingen: „ Mehr, mehr, mehr, mehr“. Diese Beschreibungen sagen natürlich überhaupt nichts über den Inhalt der verlinkten Seite aus, so dass der Besucher keine Ahnung hat auf welchen Link er klicken soll.
Im Idealfall sollten die Detaillinks eines Teasers daher den Artikeltitel als Beschreibung enthalten. Falls dies wegen feststehenden Vorgaben der Grafiker nicht möglich ist, gibt es noch die folgenden Möglichkeiten um diese Links besser nutzbar zu machen.
Eine Möglichkeit wäre die Verlinkung der Überschrift anstatt eines zusätzlichen Links. Diese Möglichkeit funktioniert, wenn der Besucher nur schnell die Überschriften liest und anhand dieser Information entscheidet ob er den ganzen Artikel lesen möchte oder nicht. Wenn der Besucher jedoch auch den dazugehörenden Textabschnitt (Teaser) liest, müsste er danach im Text wieder zur Überschrift zurückspringen um den Link zu aktivieren. Das widerspricht der deutschen Leserichtung und erschwert auch behinderten Besuchern die Handhabung der Webseite, da sie erst einen Weg zurück zum Link finden müssen.
Eine weitere Variante ist die Erweiterung des Links mit dem Titel-Attribut. Dabei wird dem HTML-Befehl ein Titel beigefügt, der eine Erklärung beinhaltet wohin der Link führt. Inzwischen hat sich jedoch herausgestellt, dass die Technik mit den versteckten Titeln ebenfalls Nachteile hat:
Die derzeit zuverlässigste Methode ist die Ausblendung von Text. Wenn der Grafiker also darauf besteht, dass die weiterführenden Links von Teasern immer gleich heißen, kann man trotzdem weiterführende Informationen für blinde Nutzer hinterlegen. Dafür wird im Link nochmal der Beitragstitel angegeben und mit einem besonderen HTML-Element umschlossen. Dieses Element wird dann per CSS aus dem sichtbaren Bereich des Monitors hinausgeschoben. Der Standardnutzer sieht dadurch wie gewünscht nur die kurzen Linkbeschreibungen, während der blinde Nutzer den gesamten Linktext mit dem Artikeltitel vorgelesen bekommt. Im Entwickler-Bereich finden Sie zu dieser Technik eine genauere Erklärung (siehe weiterführende Links).
Besonders unerfahrene Internetnutzer sind schnell verwirrt, wenn sie auf einen Link klicken und sich plötzlich auf einer ganz anderen Webseite befinden. Oft wissen sie nicht, wie sie wieder zur ursprünglichen Webseite zurück gelangen und geben dann frustriert auf. Um diese Verwirrung möglichst zu vermeiden, gibt es mehrere Techniken mit denen man einen Link als „extern“ kennzeichnen kann. Natürlich haben auch diese Techniken wieder Vor- und Nachteile.
Meine favorisierte Technik beruht darauf, dass der Redakteur dem Link einen kleinen Zusatztext wie zum Beispiel „öffnet in neuem Fenster“ hinzufügt. Dieser Text wird durch einen Automatismus jedoch aus dem sichtbaren Bereich verschoben so dass er nur sehbehinderten Personen zur Verfügung steht. Für alle sehenden Nutzer wird stattdessen automatisch ein kleines Bild (Icon) eingeblendet, das anzeigt, dass es sich um einen externen Link handelt. Natürlich müssen die Leser erst verstehen lernen, was dieses Bild bedeutet. Daher sollte ein möglichst eindeutiges Bild gewählt werden.
Ein externer Link würde dann fertig gestaltet möglicherweise so aussehen (abhängig von den Einstellungen Ihrer Webseite): Informationsportal Einfach für Alle (externer Link)
Es wurde hier bewusst kein Titel-Attribut in den Link geschrieben. Die Gründe hierfür wurden bereits im Abschnitt Versteckte Titel erläutert.
<a href="http://www.einfachfueralle.de" class="extern">
Informationsportal Einfach für Alle
<span class="extlink">(externer Link)</span></a>